Besuch beim Gefängnisseelsorger Andreas Liebl

von Homepage BG/BRG Kufstein
07. April 2026

Die letzten Wochen hat sich die Religionsgruppe der Klassen 6a und 6b intensiv mit dem Thema „Schuld und Vergebung“ auseinandergesetzt und ist dabei unter anderem der Frage nachgegangen: Kann/muss man alles vergeben? Einer, der mit dieser Frage tagtäglich konfrontiert ist, ist Gefängnisseelsorger Andreas Liebl. An drei Tagen der Woche betreut er Straftäter in der Justizanstalt Innsbruck – der Jüngste unter ihnen ist gerade einmal 14 Jahre alt.

Herr Liebl erzählte uns von seinem Arbeitsalltag hinter den Gefängnismauern. Seine Berichte waren teilweise erschreckend und frustrierend, da sie uns vor Augen führten, zu welchen Taten Menschen fähig sein können und unter welchen schwierigen Umständen viele von ihnen leben. Gleichzeitig waren viele seiner Geschichten auch berührend und stimmten uns nachdenklich. Er sprach von Schuld, Reue und dem Wunsch nach einem Neuanfang – aber auch davon, wie schwer es ist, Vergebung zu erfahren oder selbst zu vergeben.

Der Besuch bei Andreas Liebl hat uns dazu angeregt, unsere eigenen Vorstellungen von Schuld, Gerechtigkeit und Vergebung zu hinterfragen und wird uns allen wohl noch lange in Erinnerung bleiben.

Besuch beim Gefängnisseelsorger