Kufsteiner Talent Andrija Videnov - Mit 16 Jahren in der Basketball-Bundesliga angekommen
KUFSTEIN. Beim 102:80-Heimsieg der Pirlo Kufstein Towers gegen BC Vienna am Sonntag, dem 11. Oktober, durfte Andrija Videnov erstmals Bundesliga-Luft schnuppern. Der 16-Jährige ist damit der jüngste Tiroler Spieler in der höchsten österreichischen Spielklasse. Nur drei Akteure der laufenden Saison sind jünger als er, erst zwei davon sind bereits zum Einsatz gekommen. Im Interview spricht Videnov über sein Debüt, den Trainingsalltag zwischen Schule und Basketball und seine sportlichen Ziele.
MEINBEZIRK: Du bist erst 16 Jahre jung und hast am Wochenende beim Heimspiel der Towers gegen Vienna erstmals Bundesliga-Luft geschnuppert. Wie hat sich dieser Moment für dich angefühlt?
Andrija Videnov: Es war ein wirklich toller Moment, meine ersten Minuten auf dem BSL-Feld (Anm. d. Red.: Basketball Superliga) vor der großartigen Kufsteiner Fanbase erleben zu dürfen.
Du bist der viertjüngste Spieler der Bundesliga und der jüngste Tiroler. Ist dir diese besondere Rolle bewusst, oder konzentrierst du dich lieber ganz auf dein Spiel?
Mir ist diese besondere Rolle natürlich bewusst, aber mein voller Fokus liegt auf den Spielen und dem Training. Mein Ziel ist es, von Tag zu Tag und von Woche zu Woche besser zu werden – sowohl individuell als auch vor allem als Team.
Du spielst nun auf einem Niveau, auf dem viele deiner Gegenspieler deutlich älter und erfahrener sind. Was ist die größte Herausforderung, wenn du dich mit solchen Spielern messen musst?
Die körperliche Intensität ist natürlich eine klare Herausforderung, aber ich bin bereit, diese anzunehmen. Man entwickelt sich am schnellsten, wenn man gegen bessere Gegner spielt und sich mit ihnen messen kann.
Wie ist es für dich, bei den Towers mit erfahrenen Spielern zu trainieren und von ihnen zu lernen? Gibt es jemanden im Team, der dich besonders unterstützt?
Eine riesige Unterstützung und die Chance, Teil des Kaders zu sein, habe ich von Fabio Thaler, dem Obmann-Stellvertreter und sportlichen Leiter, bekommen. Auch Headcoach Xavi Mascaró sowie die Coaches Andreas und Sergi unterstützen mich natürlich. Wirklich alle Spieler helfen gerne weiter, besonders die Spieler auf meiner Position wie Felix und Daniele, aber auch sehr oft Duje Putnik.
Wie sieht dein Alltag aus? Wie bringst du Schule, Training und Spiele unter einen Hut?
Mein Alltag ist ziemlich voll. Oft trainiere ich schon vor der Schule oder mache Shoot-arounds an der FH. Nach der Schule geht es fast jeden Tag ins Gym und anschließend direkt zum Training. Es gibt jeden Tag genug zu tun, ob Individualtraining, U19, Landesliga oder natürlich BSL.
Was bedeutet es dir, den Sprung in die höchste Spielklasse geschafft zu haben? Möchtest du damit auch anderen Nachwuchsspielern zeigen, was möglich ist?
Es bedeutet mir wirklich sehr viel, es in die höchste Spielklasse geschafft zu haben. Ich hoffe, dass auch andere Nachwuchsspieler dadurch sehen, dass man mit harter Arbeit sehr weit kommen kann. Mit Basketball habe ich erst vor drei Jahren angefangen und jetzt bin ich hier. Das Geheimnis? Ich habe zwei Jahre in Folge an Sommercamps teilgenommen und wurde 2026 sogar MVP (Anm. d. Red.: Wertvollster Spieler) beim Partizan-Sommercamp. Dazu kommt, jeden Tag ein Prozent besser werden zu wollen. Das ist für mich der Schlüssel.
Wenn du an deine Zukunft denkst: Was ist dein nächstes großes Ziel im Basketball? Möchtest du dich zunächst bei den Kufstein Towers etablieren oder hast du schon größere sportliche Träume?
Im Moment konzentriere ich mich voll auf das, wo ich gerade bin. Ich denke nicht zu viel über die Zukunft nach. Ich bin überzeugt, dass meine Zukunft gut aussehen kann, aber dafür muss ich jetzt jeden Tag alles geben. Zuerst möchte ich mich bei den Kufstein Towers etablieren, und dann schauen wir weiter.
Gibt es einen Basketballspieler, zu dem du besonders aufschaust?
Mein Lieblingsspieler ist seit mittlerweile drei Jahren Nikola Jokić.
erschienen am 15.10.2026, veröffentlicht von Pascal Pali unter: https://www.meinbezirk.at/kufstein/c-sport/mit-16-jahren-in-der-basketball-bundesliga-angekommen_a8956602